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Kasus (Fall)

Padež

Ka|sus, der; –, – [...u:s;
  1. lat. casus, zu: cadere = fallen;
  2. lat. casus, Lehnbedeutung von griech. ptosis = Kasus, Fall, zu: píptein = fallen]:

1. (bildungsspr. selten) 1Fall (2 b)

Ka|sus|bil|dung, die (Sprachw.): Bildung eines Kasus.

Ka|sus|en|dung, die (Sprachw.): zur Bildung eines Kasus dienende Endung.

Ka|sus|gram|ma|tik, die (Sprachw.): grammatische Theorie, die den einfachen Satz als eine Verbindung von Verb u. einer od. mehreren Nominalphrasen interpretiert, von denen jede aufgrund bestimmter Relationen zwischen den Kasus an das Verb gebunden ist.

Ka|sus|syn|kre|tis|mus, der (Sprachw.): Verschmelzung verschiedener Beugungsfälle in einem Fall (z. B. Lokativ u. Instrumentalis im lat. Ablativ).

© 2000 Dudenverlag

Kasus – allgemein

Padež – uopšte/uopće

pdf Branko Tošović. Padez-Shema.pdf

das Nomen
(die nominalen Wortarten)
Substantiv
Adjektiv
Pronomen
Artikel
Numerale
Deutsch
Nominativ
Genitiv
Dativ
Akkusativ
casus rectus
Nominativ
casus obliqui
Genitiv
Dativ
Akkusativ
die Markierung der Kasus
Flexionsformen
Präpositionen
durch Wortstellung (besonders Englisch , Französisch )
durch Intonation
die Kasuswahl – abhängig vom jeweils regierenden Wort:
pomagati kome, čemu (Dat.) – helfen (+ Dat.)
vidjeti koga, šta (Akk.) – sehen (+ Akk.)
zahvalan kome, čemu (Dat.) – dankbar ( + Dat.)
protiv koga, čega (Gen.) – gegen (+ Akk.)

Diе Anzahl der Kasus

das Indogermanische – acht Fälle
das Finnische – mehr als das Indogermanische
das Lateinisch – sechs

  • Mehrheit der slawischen Sprachen – sieben Fälle:
    • B/K/S ,
    • Polnisch , Tschechisch, Slowakisch , Sorbisch,
    • Weißrussisch, Ukrainisch
      1. Nominativ
      2. Genitiv
      3. Dativ
      4. Akkusativ
      5. Vokativ
      6. Instrumental
      7. Lokativ
  • das Russische und das Slowenische – sechs Fälle
    • Russisch:
      1. Nominativ
      2. Genitiv
      3. Dativ
      4. Akkusativ
      5. Instrumental
      6. Präpositiv
    • Vokativ nur noch in Resten
    • das Bulgarische und das Makedonische haben die Nominaldeklination verloren

      bulgarisch:

      история на езика (istorija na ezika) >Sprachgeschichte<

      die Präposition na ‛auf’ als Ersatz für den synthetischen Ausdruck des Genitivs (Präpositionalkasus)

      die Entwicklung eines (postponierten) definiten Artikels :

      книгата/книгите ‛das Buch/die Bücher’

      книга/книги ‛ein Buch/Bücher’

Links

Kasus – BKS

Padež – BKS

sieben Fälle

eine bestimmte Frage:

das ein Lebewesen
1. Nominativ wer? was? ko? tko? student, predmet
2. Genitiv wessen? koga? studenta, predmeta
3. Dativ wem? kome? studentu, predmetu
4. Akkusativ wen? was? koga? studenta, predmet
5. Vokativ wer? was? ko? tko? studente/u, predmete/u
6. Instrumental mit wem? womit? (sa) kime? studentom, predmetom
7. Lokativ über wen? worüber? (o, na...) kome? studentu, predmetu


das Nichtlebewesen (Dinge)
1. Nominativ wer? was? šta? što studenti, predmeti
2. Genitiv wessen? čega? studenata, predmeta
3. Dativ wem? čemu? studentima, predmetima
4. Akkusativ wen? was? šta? što? studente, predmete
5. Vokativ wer? was? što? šta? studenti, predmeti
6. Instrumental mit wem? womit? čime? studentima, predmetima
7. Lokativ über wen? worüber? čemu? studentima, predmetima

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