Der uneingeschränkte Zugang zu Werner Marolds maschinschriftlicher und unpublizierter Doktorarbeit ist bislang ein Desiderat geblieben, das auch nach Alan ROBERTSHAWs verdienstvollem Neudruck von 1995 weiter bestand, weil für diese kompakte Ausgabe Kürzungen von Marolds Wortlaut vorgenommen werden mussten.

Um die somit bis heute verbliebene Rezeptionslücke mit modernen Mitteln zu schließen, entstand in Assoziation mit dem Oswald von Wolkenstein-Archiv an der Abteilung für Sondersammlungen der Grazer Universitätsbibliothek das vorliegende zweiteilige online-Angebot: zum einen das Bild-Digitalisat, welches einen Mikrofilm-Ausdruck wiedergibt, der in den 1980er Jahren (auf Anweisung von Prof. Anton SCHWOB) in Graz hergestellt wurde, zum andern ein e-Text, für den eine aufwendige Neueingabe notwendig war, da viele stark verblasste Mikrofilmseiten keine zuverlässige OCR-Erfassung erlaubten. Mag. Thomas KLAMPFL hat letztere Arbeit geleistet. Seine Abschrift der gesamten Dissertation ermöglicht in Verbindung mit seiner Implementierung einer web-tauglichen Hypertext-Struktur einerseits das zielstrebige Ansteuern aller Lied-Kommentare (auch gemäß ihrer aktuellen Zählung nach Klein) und andererseits eine freie Volltextsuche.

Mein Dank für die Umsetzung des Retro-Digitalisierungs-Projekts, welches Marolds epochalen Kommentar zu einem noch festeren Bestandteil der Oswald von Wolkenstein-Forschung, aber auch der gesamten philologischen Wissensschaftsgeschichte machen möchte, gilt folgenden Personen: Mag. Thomas KLAMPFL (Wiss. Mitarbeiter bei „Vestigia - Manuscript Research Center“): e-Texteingabe und Web-Aufbereitung; Prof. Mag. Dr. Erich RENHART (Leiter des Grazer „Zentrums für die Erforschung des Buch- und Schrifterbes“: ZEBS): Institutioneller Sponsor; Karl LENGER (Leitender Techniker an der Digitalisierungsstelle der Grazer Universitätsbibliothek): Digitalisierung der Buchvorlage; Bakk.phil. Edith HOCHEGGER (Studienassistentin v. W. H. am Grazer Institut für Germanistik): Projekt-Assistenz. Den benötigten Webspace stellt dankenswerterweise das Grazer Zentrum für Informationsmodellierung in den Geisteswissenschaften (ZIMIG) zur Verfügung.

Prof. Dr. Wernfried HOFMEISTER

(Projekt-Initiator als strategischer Leiter des Grazer Oswald von Wolkenstein-Archivs der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft)

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Kontakt: Wernfried Hofmeister, Institut für Germanistik, Karl-Franzens-Universität Graz, Mozartgasse 8, A-8010 Graz

Aktualisierungsdatum: 09. Mai 2011