Die Albanische Volkszählung von 1918
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Verfügbare Daten

Die große Menge der Daten und die Kürzung der Personalkosten des genehmigten FWF-Projektes ergaben folgende Überlegungen:
Eine vollständige Erfassung wird nicht zu erreichen sein und deshalb werden die Daten in 20 Stichproben zu jeweils 5 % geteilt. Dadurch ergeben sich nach der Erfassung jeweils einer Stichprobe (also auch nach Erfassung von nur einer einzigen Stichprobe) brauchbare Datensätze und weitere Stichproben können jederzeit hinzugefügt werden. Als Einheit zur Auswahl der Daten der Stichproben wurden die einzelnen Ortschaften ausgewählt, weil die kleinere Einheit Haushalt einen zu großen Aufwand bei der Auswahl der Stichproben ergeben würde. Außerdem können auf diese Weise Aussagen über ganze Ortschaften getroffen werden, während bei der Erfassung auf der Grundlage von Haushalten und der geringen Größe der meisten Ortschaften Aussagen über die einzelnen Ortschaften mit großen Unsicherheiten belastet wären. Eine Auswahl der Daten aufgrund noch größerer verwaltungsmäßiger Einheiten (Bezirk, Kreis, Landgemeinde) würde die Aussagefähigkeit für das gesamte albanische Gebiet durch eine größere Konzentration der Daten vermindern. Die Ortschaften wurden mithilfe eines Zufallszahlengenerators ausgewählt, wobei allerdings die Ortschaften jeweils auf der Bezirksebene ausgewählt wurden, um eine ausgewogene regionale Verteilung der Ortschaften jeder Stichprobe zu gewährleisten.
Von der Aufteilung auf diese 20 Stichproben wurden allerdings Orte ausgenommen, die in signifikanter Weise von der Mehrzahl der Orte abwichen. Die Kriterien für diese Orte sind:
  • wenn in einem Ort mindestens 20 % der Bevölkerung einer ethnischen Minderheit angehören (95,9 % der Bevölkerung waren Albaner)
  • wenn in einem Ort mindestens 20 % der Bevölkerung orthodoxe Christen sind (nur 8 % der Gesamtbevölkerung, allerdings fällt der Großteil in die Kreise, deren Daten vernichtet wurden)
  • wenn in einem Ort mindestens 20 % der Bevölkerung oder mindestens 150 Personen einem nichtlandwirtschaftlichen Erwerb nachgehen (84,2 % der Bevölkerung waren in der Landwirtschaft beschäftigt)
  • wenn in einem Ort mehr als 60 % einem Geschlecht angehören
  • wenn es sich um eine Stadt handelt (es gab nur 7 Städte in diesem Gebiet, deren Bevölkerung 12 % der Gesamtbevölkerung ausmachte, das Material zu Berat wurde allerdings vernichtet)
  • wenn der Ort mehr als 2.000 Einwohner umfasste (nur 9 Orte)
  • wenn die durchschnittliche Haushaltsgröße weniger als 3,5 oder mehr als 10 Personen betrug


Daraus ergibt sich folgende Verteilung der Orte (manche Orte fallen in mehr als eine Kategorie):
 
Kategorie Orte lt. Seiner Einwohner lt. Seiner erfaßte Orte erfaßte Einwohner
ethnische Minderheit 42 13.969 42 17.106
orthodoxe Religion 57 19.871 57
20.206
nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung 37 64.599 37
65.727
Geschlechterverhältnis 53 6.835 53 7.768
Stadt 24 56.941 24
57.965
Größe der Ortschaft 9 46.103 9
46.729
Haushaltsgröße 49 12.540 49 12.975
Insgesamt nicht in Stichproben enthalten 200 102.423 200
106.414
20 Stichproben 1.093 333.413 94
28.981
Insgesamt 1.293 435.836 294 135.395





Stichprobe 1 54 17.465 54 17.719
Stichprobe 2 55 16.268 38
10.321
Stichprobe 3 55 19.143

Stichprobe 4 54 14.407

Stichprobe 5 55 17.506

Stichprobe 6 54 14.402

Stichprobe 7 55 19.592

Stichprobe 8 55 16.634

Stichprobe 9 54 15.341

Stichprobe 10 55 14.765 1 318
Stichprobe 11 54 20.504

Stichprobe 12 55 18.494

Stichprobe 13 55 16.786

Stichprobe 14 55 17.271

Stichprobe 15 54 17.365

Stichprobe 16 55 16.626

Stichprobe 17 55 13.669

Stichprobe 18 54 16.763 1 623
Stichprobe 19 55 15.045

Stichprobe 20 55 15.367

Diese Daten sind allerdings noch nicht zur allgemeinen Verfügung freigegeben.
 


 

 

Siegfried Gruber, 26. Jänner 2006