Oswald von Wolkenstein
 
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Band 1

Die Lebenszeugnisse Oswalds von Wolkenstein
Edition und Kommentar
Bd 1: 1382 - 1419, Nr. 1-92

Hg. von Anton Schwob
unter Mitarbeit von Karin Kranich-Hofbauer, Ute Monika Schwob und Brigitte Spreitzer.

1999. 17x24cm. 472S. Geb.
ATS 498,-/DM 69,80/
sfr 63,50.
ISBN 3-205-99-50-1

Buch bestellen/Verlag Böhlau
  Band 1 stellt die bis heute erhaltenen und für die Editoren greifbaren Lebenszeugnisse des spätmittelalterlichen Lyrikers und Tiroler Adelspolitikers Oswald von Wolkenstein von seiner Kindheit an bis zum Jahr 1419 vor.

Regesten, Kommentare und Texte, letztere im vollen und originalen Wortlaut, führen in die Familiengeschichte der Herren von Vilanders und Wolkenstein ein (ab 1382), sie verweisen auf erste Erwähnungen Oswalds in Preußen und Tirol (1399-1402) sowie auf seine politischen Aktivitäten als Mitglied adeliger Gesellschaften (1406/07). Erst seine Ausgliederung aus der landesüblichen Erbengemeinschaft der Brüder Wolkenstein (1407) gibt ihm den Handlungsspielraum für eine Kapellenstiftung (1407) und die Errichtung eines Denksteins zur Sicherung seiner memoria (1408), ferner für eine intensive Tätigkeit als Rechtssachverständiger in Tirol und als Amtsträger im Hochstift Brixen.

Mit seiner Einpfründung im Augustinerchorherrenstift Neustift bei Brixen (1411) und dem Abschied aus dem Hochstiftsdient (1413/14) bereitet er einen neuen Lebensabschnitt vor:

Er wird in Konstanz in das königliche Gefolge Sigmunds von Luxemburg aufgenommen (1415) und agitiert als Mittelsmann zwischen seinem königlichen Herren und dem nach Reichsunmittelbarkeit strebenden Tiroler Adel, das heißt, gegen seinen Landesfürsten Herzog Friedrich IV. von Österreich (1417). Nach dessen Versöhnung mit König und Reich kann der Wolkensteiner auf Burg Hauenstein am Schlern seinen Hausstand begründen (1418) und seine finanziellen Verhältnisse (ausstehende Zinsen und Darlehen, Erbstreitigkeiten, Mitgiftfragen) ordnen (1418/19).

Mit Dokumenten von einer Ungarnreise, die ihm eine Wappenverbesserung eingebracht hat, und einem indirekten Hinweis auf die Geburt eines Nachkommen (1419) schließt der Band.

Institut für Germanistik | Universität Graz | GewiLab | BetreuerIn, aktualisiert am 08.11.2004